Wissen & Praxis · Brand Deals
Was ist ein Brand Deal wirklich wert?
Ein Deal mit 1.500 Euro kann wirtschaftlich besser sein als einer mit 5.000 Euro – je nachdem, was du dafür liefern und abgeben musst.
Denn ein Brand Deal besteht nicht nur aus „einem Post“.
Er kann aus Content, Reichweite, Nutzungsrechten, Exklusivität, Laufzeit, Korrekturen und mehreren Deliverables bestehen.
Wer nur auf die Zahl im Angebot schaut, sieht möglicherweise nur einen Teil des Deals.
Was den Wert beeinflusst
- Content-Aufwand
- Foto, Story, Reel oder aufwendige Produktion?
- Reichweite & Community
- Wen erreichst du tatsächlich?
- Brand Fit
- Wie glaubwürdig passt das Produkt?
- Nutzungsrechte
- Darf die Brand deinen Content selbst weiterverwenden?
- Exklusivität
- Welche anderen Deals werden ausgeschlossen?
- Laufzeit
- Einmalige Veröffentlichung oder mehrmonatige Partnerschaft?
- Verhandlung
- Das erste Angebot ist nicht automatisch die endgültige Kondition.
Beispiel
Eine Sportmarke möchte:
- 1 Instagram-Reel
- 3 Story-Sequenzen
- drei Monate Werbenutzung des Reels
- acht Wochen keine direkte Konkurrenz
Dann bezahlt die Brand wirtschaftlich nicht nur für:
ein Reel
sondern möglicherweise für:
Produktion + Reichweite + Stories + Werbenutzung + Exklusivität.
Warum Nutzungsrechte so wichtig sind
Wenn ein Video nach deiner Veröffentlichung zusätzlich als bezahlte Werbung der Marke eingesetzt wird, arbeitet dein Content weiter.
Das Unternehmen erhält einen zusätzlichen wirtschaftlichen Nutzen.
Deshalb sollte vorher klar sein:
- wo,
- wie lange,
- auf welchen Plattformen,
- organic oder paid,
- mit oder ohne Bearbeitung.
Exklusivität: Was darfst du danach nicht mehr?
Ein Vertrag kann zum Beispiel definieren:
keine Werbung für andere Sportgetränke für zwei Monate.
Dann solltest du wissen:
- Welche Marken gelten als Konkurrenz?
- Gilt das nur für Instagram?
- Auch TikTok?
- Nur bezahlte Werbung oder jede Erwähnung?
- Ab wann läuft die Frist?
Je breiter die Einschränkung, desto größer kann ihr wirtschaftlicher Einfluss sein.
Ein guter Deal ist nicht nur ein hoher Preis
Ein hoher Betrag kann trotzdem unattraktiv sein, wenn:
- Rechte praktisch unbegrenzt sind,
- Exklusivität zu weit geht,
- viele Korrekturschleifen erwartet werden,
- Zahlungsziele extrem lang sind,
- Deliverables unklar bleiben.
Ein niedrigerer Deal kann dagegen sinnvoll sein, wenn:
- Marke perfekt passt,
- Aufwand gering ist,
- Rechte begrenzt sind,
- langfristige Zusammenarbeit realistisch ist.
Vor der Zusage klären
- Was muss ich liefern?
- Wann?
- Wo wird veröffentlicht?
- Was darf die Marke zusätzlich verwenden?
- Wie lange?
- Gibt es Paid Ads?
- Gibt es Exklusivität?
- Wie viele Änderungen?
- Wann wird bezahlt?
- Was passiert bei Verschiebung oder Absage?
Kurz gesagt
Der Wert eines Brand Deals steckt nicht nur in Reichweite und Content.
Er steckt auch in:
Rechten. Laufzeit. Exklusivität. Aufwand. Konditionen.
Ein guter Deal ist ein Deal, bei dem beide Seiten wissen, was sie bekommen – und was es wert ist.
Du hast bereits ein Angebot?
Lass uns gemeinsam ansehen, was wirklich darin steckt.
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